Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die pferdegestützte Psychotherapie.
Allgemeine Fragen zur pferdegestützten Psychotherapie
Pferdegestützte Psychotherapie ist eine Form der Psychotherapie, bei der ein speziell ausgebildetes Therapiepferd in den Behandlungsprozess einbezogen wird. Anders als beim therapeutischen Reiten oder Voltigieren steht nicht die Bewegung auf dem Pferd im Vordergrund, sondern die emotionale Begegnung und das unmittelbare Erleben im Kontakt mit dem Tier. Diese Therapieform wird von approbierten Psychotherapeuten mit entsprechender Zusatzqualifikation durchgeführt.
Der Begriff Reittherapie wird oft umgangssprachlich verwendet, beschreibt aber meist bewegungsorientierte Angebote wie Hippotherapie oder Heilpädagogisches Reiten. Pferdegestützte Psychotherapie hingegen ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das von approbierten Psychotherapeuten durchgeführt wird. Der Fokus liegt auf der emotionalen Arbeit und der Reflexion, nicht auf dem Reiten selbst.
Nein, Sie müssen weder reiten können noch Erfahrung mit Pferden haben. Die therapeutische Arbeit findet primär vom Boden aus statt. Wir begegnen dem Pferd auf Augenhöhe. Reitkenntnisse sind keine Voraussetzung.
Die pferdegestützte Psychotherapie verbindet anerkannte psychotherapeutische Verfahren wie die Kognitive Verhaltenstherapie mit der tiergestützten Intervention. Studien zeigen positive Effekte insbesondere bei Angststörungen, Depressionen und Traumafolgestörungen. In meiner Praxis basiert die Arbeit auf der wissenschaftlich fundierten Kognitiven Verhaltenstherapie.
Fragen zu Kosten und Kostenübernahme
Das Honorar orientiert sich an üblichen Sätzen für psychotherapeutische Privatpraxis. Die genaue Höhe teile ich Ihnen gerne auf Anfrage oder im ersten Kontakt mit. Es handelt sich um ein Selbstzahlerangebot mit transparenter Abrechnung.
Nein, pferdegestützte Psychotherapie ist eine reine Selbstzahlerleistung. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten nicht. Private Krankenversicherungen erstatten in manchen Fällen einen Teil der Kosten. Bitte klären Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung.
Die pferdegestützte Psychotherapie ist als eigenständiges Verfahren nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten. Gleichzeitig bietet das Selbstzahlermodell Vorteile: absolute Diskretion (keine Akteneinträge), freie Therapiegestaltung und schnelle Terminvergabe ohne Wartezeiten.
Fragen zum Ablauf und zur Praxis
Das Erstgespräch und die Diagnostik finden in meinen Räumlichkeiten in Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) statt. Die pferdegestützten Sitzungen führen wir auf einer Reitanlage in Hofheim-Langenhain im Vordertaunus durch. Beide Orte sind aus dem Rhein-Main-Gebiet und Frankfurt gut erreichbar.
Eine pferdegestützte Therapieeinheit umfasst in der Regel 60 Minuten. Diese Zeit beinhaltet Vorbereitung, den Kontakt mit dem Pferd und die anschließende Reflexion.
Das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von Ihrem Anliegen ab. Im Vorgespräch klären wir gemeinsam, welcher Rahmen für Sie sinnvoll ist. Manche Menschen profitieren bereits von wenigen Sitzungen, andere wünschen sich einen längeren Prozess.
Keine spezielle Ausrüstung. Festes Schuhwerk (geschlossene Schuhe, keine Sandalen) und wetterangepasste, bequeme Kleidung nach dem Zwiebelprinzip genügen. Reitkleidung ist nicht erforderlich.
Ja, wir arbeiten wetterunabhängig. Je nach Witterung und therapeutischem Fokus nutzen wir die Natur, den Reitplatz oder eine kleine Halle. So ist sichergestellt, dass wir stets ungestört und in einem geschützten Rahmen arbeiten können.
Fragen zur Eignung
Das Angebot richtet sich an Erwachsene mit psychischen Belastungen wie Depression, Angststörungen, Burnout, Trauer oder Lebenskrisen. Es eignet sich besonders für Menschen, die eine Alternative oder Ergänzung zur klassischen Gesprächstherapie suchen und bereit sind, erfahrungsorientiert zu arbeiten.
Grundsätzlich ja. Ängste können Teil des therapeutischen Prozesses sein. Wir nähern uns dem Pferd in Ihrem Tempo. Wichtig ist die Bereitschaft, sich auf die Begegnung einzulassen. Im Vorgespräch klären wir, ob dieser Ansatz für Sie passend ist.
Nein, mein Angebot ist ausschließlich für Erwachsene konzipiert. Für Kinder und Jugendliche empfehle ich spezialisierte Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Fragen zur Therapeutin und zum Pferd
Ich bin approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde Verhaltenstherapie und im Arztregister der KV Hessen eingetragen. Ich habe Diplom-Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt studiert und bin seit 2013 zertifizierte Reittherapeutin (IPTH). Meine klinische Erfahrung umfasst Arbeit in Praxen, psychosomatischen Reha-Kliniken und psychiatrischen Institutsambulanzen.
Rhiannon ist eine Pinto-Stute, Jahrgang 2007, die ich seit ihrem sechsten Lebensmonat selbst aufgezogen und für die therapeutische Arbeit ausgebildet habe. Sie lebt in einem Aktivstall in Hofheim-Langenhain, wo sie ihre sozialen Bedürfnisse in der Herde ausleben kann. Diese artgerechte Haltung ist die Grundlage für ihr ausgeglichenes, geduldiges Wesen in der Therapie.
Ja. Rhiannon ist ein erfahrenes Therapiepferd, das seit Jahren mit Menschen in therapeutischen Kontexten arbeitet. Dennoch bleibt sie ein Lebewesen. Achtsamkeit und klare Sicherheitsregeln sind fester Bestandteil unserer gemeinsamen Arbeit. Ich leite Sie bei jedem Schritt an.